Verehrter Besucher, herzlich willkommen auf unserer Seite.
Sie interessieren sich für einen Cocker Spaniel oder haben bereits einen ? Oder Sie möchten sich einfach umschauen ? Dann kommen Sie, sehen Sie:
Ich könnte Ihnen jetzt erklären, wie alles begann, und wie wir zum Cocker Spaniel kamen. Aber Hand aufs Herz: interessiert Sie das wirklich ? Es wäre eine ziemlich langweilige Geschichte. So möchte ich Sie einladen, ein wenig über den Cocker Spaniel nachzudenken: 
Der Cocker Spaniel ist eine sehr alte , und mit die schönste und edelste Gebrauchshunderasse. Durch sein kompaktes Gebäude wirkt die Bewegung des Spaniels federleicht, fast spielerisch . Sein gepflegtes, seidiges Haarkleid verleiht ihm Anmut, sein Kopf mit klaren Linien, die wie gemeißelt wirken, zusätzlich den Adel einer englischen Jagdhundrasse. Und so soll er auch behandelt werden: mit Respekt und Würde.
Sollten Sie einen Welpen erwerben, bedenken Sie bitte, Sie sind sein "Master". Er wird sich an Ihnen orientieren und Sie so "bewerten" , wie er Sie empfindet. 
Das wichtigste für einen Hund ( insbesondere für einen Welpen ) sind Sicherheit und Geborgenheit. Nennen Sie es 'Liebe'. Sie werden für sein ganzes Leben lang ALLE seine Ressourcen verwalten: Futter, Schlafenszeit, Wachzeit, Kontakte,.... einfach alles ! Sie sind die ganze Welt des Hundes, er ist Ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Bitte nehmen Sie daher Ihre Aufgabe ernst, überprüfen Sie sich immer wieder ! "Missbrauchen" Sie ihn nicht für Ihre Befindlichkeiten, er hat selbst Ansprüche, die erfüllt werden müssen. Ein Hund, der den ganzen Tag mit Leckerlis vollgestopft wird , ' weil er die doch so gerne mag' und mit Schleifchen und Kleidchen herumgereicht wird, wie ein Wanderpokal, ist kein Hund mehr, sondern nur noch ein armseliges Zerrbild seiner Rasse ( u.a.: "the animal's point of view" ).
So lassen Sie unbedingt ihren Hund etwas arbeiten und pflegen Sie sehr gründlich sein seidiges Haarkleid, dann haben Sie die halbe Miete. Als dann  füttern Sie ihren Hund mit gutem Futter. Bitte achten Sie dabei auf die Inhaltsstoffe und bitte achten Sie auch auf Nachhaltigkeit ! Geben Sie Ihrem Hund keine Produkte, die aus Massentierhaltung stammen, oder deren Herkunft nicht geklärt ist. Tierliebe wird dann zur Affenliebe, wenn das eine Tier auf Kosten des anderen Tieres artgerecht gehalten wird. Bitte sprechen Sie uns zum Thema Ernährung an, wir nennen Ihnen gerne nachhaltig produzierende Manufakturen.
Und auch das Trinkwasser soll ein Thema sein: Wasser ist ein "Transportmittel". Es transportiert die darin gelösten Nährstoffe an den Ort des Verbrauchs. Es transportiert aber auch weniger erfreuliche Dinge: Viren, Bakterien, Einzeller ... Daher: wechseln Sie mehrfach täglich das Trinkwasser Ihres Hundes. Benutzen Sie keine Plastikschüsseln, bitte nur Schüsseln mit einer glatten, unbeschädigten Oberfläche. Verunreinigtes Wasser kann, insbesondere in den Sommermonaten, eine große Gefahr darstellen !
Und zum Schluss: wenn Ihr Hund alt wird:   Für den alten, wie für den jungen Hund gilt: doktern Sie nicht selbst herum ! Wenn Ihr Hund ein ungewöhnliches Verhalten zeigt, zögern Sie nicht, nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch . Ein guter Tierarzt wird Ihre Sorgen und Nöte ernst nehmen und wenn es keiner Behandlung bedarf, wird er auch keine einleiten !
Gerade ein älterer Hund wird Ihnen die Pflege und Ihre Gewissenhaftigkeit danken. Er wird vermutlich nicht mehr so wie früher über die Felder toben können. Sein Haarkleid ist vielleicht nicht mehr so schön und so glänzend . Er braucht eventuell Medikamente und Pflege . Aber seien Sie gewiß: er ist bis zum letzten Atemzug Ihr treuer Begleiter und mit den Jahren kann er Dinge für Sie wahrnehmen, von denen Sie niemals geglaubt hätten, dass es sie  überhaupt gibt ! Bleiben Sie bei ihm, gerade jetzt. Manchmal ist genau das  die innigste Zeit,  die  man  miteinander verbringt. Sie werden ihm ohnehin nur ein Bruchteil dessen zurückgeben können,  was  er Ihnen gegeben hat . Und wenn der Tag gekommen ist, gehen Sie seinen letzen Weg mit ihm. Und wenn er gegangen ist: vergessen Sie ihn niemals ! 


Copyright : Andrea Schmidt  

...... und noch etwas :

       
Jeder künftige Hundebesitzer möchte das Beste für seinen neuen Hausgenossen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Welpen oder einen erwachsenen  Hund handelt; vom Züchter , aus der Nachbarschaft, aus dem Tierheim, Notvermittlung, sonst was. So ist es mittlerweile Usus, dass sofort nach Ankunft - oder sogar schon im Vorfeld - nach einer Hundeschule oder Welpenschule gesucht wird. Schließlich soll der neue Mitbewohner wohl erzogen sein, keinen Ärger machen und ein paar Kunststücke würden das ganze noch ausschmücken. So hat ein kleines Hundekind ( oder auch der erwachsene Hund ) kaum Zeit, sich im neuen Zuhause einzuleben, am Miteinander teilzuhaben und darauf entsprechend zu reagieren. Der arme Tropf hat sein altes Rudel verlassen und muss sich - was eigentlich kein Problem ist - neu orientieren und an einen 'neuen' Menschen binden. Und doch  ist das eine gewaltige Aufgabe. Statt dem Hundekind hierfür die nötige Zeit und den nötigen Rückhalt zu bieten, wird sofort mit der Welpenschule begonnen. Der Hund bräuchte soziale Kontakte unter Artgenossen und müßte dieses und jenes lernen. Das ist auch grundsätzlich richtig, die Ausführung dessen endet allerdings sehr oft in einem Aktionismus, welcher völlig am Ziel vorbei laboriert oder sogar in einem Desaster endet. Dass Ihr Hund soziale Kontakte braucht, ist unbestritten. Aber kann ernsthaft geglaubt werden, dass es sinnig ist, einen Welpen in ein völlig fremdes "Rudel" praktisch zu zwingen, mit der Maßgabe "das regeln die unter sich" ? Glauben Sie, dass das Hundekind danach noch Vertrauen zu Ihnen hat ? Wir glauben nicht. Ein Welpe, der von einem vernünftigen Züchter kommt, wird schon entsprechend vorbereitet und hat keine Schwierigkeiten im Umgang mit Artgenossen. Welpen, die diesbezüglich nicht geprägt wurden, sind ohnehin Hunde, deren Problem auf diese Art und Weise überhaupt nicht zu lösen ist. 
Und nun weiter: was soll denn das Hundekind in der Welpenschule lernen ? Sitz, Platz, Trallala ..... Der Welpe wird das sicher bald lernen. Und was haben Sie davon ? Läßt sich Ihr  Welpe eigentlich auch in den Fang schauen ? Können Sie in aller Ruhe die Zähne kontrollieren ? Läßt er es sich gefallen, wenn Sie ihn mit Kamm, Bürste und sogar mit der Schermaschine 'bearbeiten'. Können Sie ihm, ohne dass es ein Fiasko wird,  die Ohren reinigen ? Fieber messen ? Läßt er sich von Ihnen einen Knochen weg nehmen ? Hat er gelernt zu warten, unabhängig ob er dabei sitzt, steht oder liegt ? Kann er sich beim Tierarzt benehmen ohne ständig zu jaulen ? Läßt er sich untersuchen ? 
Ist Ihr Hund also 'alltagstauglich' ?
Wenn nicht, was nützt es denn dann, wenn Ihr Hund aber 'Sitz' kann, und Sie dafür einen Haufen Geld ausgegeben haben ?  
Die ersten 4-6 Monate sind die wichtigsten im Leben eines Hundes. Was gut gemacht wurde, wird auch gut bleiben, was allerdings versaut oder versäumt wurde, wird auch eine lebenslange Baustelle bleiben. Bitte überprüfen Sie daher immer wieder, was nötig ist, und fragen Sie dementsprechend bei den Hundeschulen nach. Es gibt sehr gute, die gerade diese alltäglichen Dinge mit Ihnen in Ruhe üben, und es gibt welche, die das eben nicht tun. Und Sie können das auch ganz alleine in aller Ruhe selbst zu Hause üben. 
Denken Sie daran. Wenn Sie das Richtige zum richtigen Zeitpunkt veranlassen, dann wird Ihnen Ihr Hund Lebtag ein treuer, verläßlicher Gefährte sein und Freude haben und Ihnen Freude bereiten.